Männer I – HSG Winzingen/Wißgoldingen/Donzdorf II 31:29 (16:12)

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Lange Zeit taten sich die Schnaitheimer Bezirksligahandballer gegen die HSG Winzingen/Wißgoldingen/Donzdorf schwer, doch am Ende stand mit 31:29 ein knapper aber verdienter Heimsieg zu Buche. Dabei schaffte es die TSG nicht an die starke Leistung aus der Partie in Hofen/Hüttlingen anzuknüpfen und musste ein hartes Stück Arbeit verrichten um den Vorletzten letztlich bezwingen zu können.

Die Gastgeber kamen auch prompt schlecht ins Spiel. Die Grün-Weißen waren in der Abwehr den berühmten „letzten Schritt“ zu spät und auch im Angriff wurde mit viel zu wenig Druck agiert – zwei Dinge die in der Vorwoche deutlich besser umgesetzt wurden. So lag die HSG nach drei Minuten mit 1:3 in Führung. Schnaitheim konnte zwar nach 7 Minuten zum 4:4 ausgleichen, doch auch in der Folge schien die TSG immer noch nicht richtig in der Partie angekommen. Die Gäste aus dem Lautertal nutzten ihre Chancen gegen die weiterhin nicht sattelfeste Schnaitheimer Abwehr und auch im Angriff war weiterhin Sand im Getriebe der TSG, die vor allem durch den 9-fachen Torschützen Patrick Chaudhari im Spiel gehalten wurde. Nach gut 20 Minuten folgte dann eine Phase der TSG die zeigte wie es gehen sollte: Ballgewinne in der Defensive und konsequenter Abschluss im Angriff – und prompt setzte sich Schnaitheim auf 14:10 ab und endlich schien es so als könnten die Hausherren dem Spiel ihren Stempel aufdrücken. Bis zur Pause hatte dieser Vorsprung dann auch Bestand und mit einem relativ komfortablen 16:12 ging es in die Kabinen.

Bei eigenem Anwurf wollte die TSG den Vorsprung schnellstmöglich ausbauen um vielleicht sogar frühzeitig für eine Vorentscheidung zu sorgen, doch es folgte eher ein Rückfall in die Anfangsminuten des ersten Durchgangs: Leichtfertig vergab Schnaitheim im Angriff zwei Bälle, ließ in der Defensive erneut die letzte Konsequenz missen und die Gäste aus dem Lautertal verkürzten binnen zwei Minuten auf 16:14. Die Partie war nun also wieder offen und anstatt sich einen größeren Vorsprung aufzubauen wurde es gar noch einmal richtig spannend. In der 40. Minute verkürzte „Wi/Wi/Do“ auf 21:20 und drehte die Partie innerhalb von 90 Sekunden zum 21:22. Was man der TSG an diesem Abend zu Gute halten musste: zumindest stimmte die kämpferische Einstellung, wenn es spielerisch schon nicht so sonderlich lief. Nach einer Dreiviertelstunde hatte Schnaithem die Führung wieder zurück erobert (26:25) und nun folgten spannende letzte 15 Minuten. Die Defensive der Hausherren stand nun besser und auch Keeper Lars Brandecker konnte seinen Teil, darunter zwei parierte Siebenmeter, beitragen damit die Schnaitheimer Führung hielt. Auch im Angriff agierte die TSG druckvoller was im zweiten Durchgang vor allem Fabian Kirschbaum zu nutzen wusste. So pendelte sich die Führung der TSG bei zwei Treffern ein (28:26 bzw. 30:28) ehe die letzten drei Minuten anbrachen. Die Württembergligareserve verkürzte 70 Sekunden vor dem Ende auf 30:29. Natürlich wollte die TSG den letzten Angriff so lange wie möglich ausspielen und die Schiedsrichter ließen, natürlich zum Unmut der Gäste, diesen auch relativ lange laufen ehe 15 Sekunden vor dem Schlusspfiff, bei angezeigtem Zeitspiel, das Trainergespann Köpf/Racs die Timeout-Karte legte. Mit den zur Verfügung stehenden 6 Pässen konnte die TSG noch einen Spielzug ansetzen der 10 Sekunden vor Schluss auch erfolgreich abgeschlossen werden konnte – und somit für die Entscheidung sorgte.

Am Ende war im Lager der TSG nachdem etwas glücklichen, aber sicher verdienten, Sieg natürlich die Erleichterung zu spüren. Mit der Erkenntnis, dass Leistungen wie in Hofen/Hüttlingen kein Selbstläufer sind, sollte Schnaitheim nun in die kommende Trainingswoche gehen und sich auf das Derby in Königsbronn vorbereiten – denn dort gilt es für die Grün-Weißen Wiedergutmachung zu leisten.

TSG: Brandecker, Mruk, Dandl, Kraft, Montag, McLaughlan (1), Gruschka (3), Braumann, Herdener, Kirschbaum (5), Sturm (7/5), Häring (2), Wagner (4), Chaudhari (9)

Zeitstrafen: TSG 3 (Montag, Häring 2), HSG WiWiDo II 4

SIebenmeter: TSG 6 / 5 verwandelt, HSG WiWiDo II 8 / 5 verwandelt

Schiedsrichter: Fahrion & Pfauth aus Reichenbach bzw. Vaihingen

Zuschauer: 200