Männer I – SG Hofen/Hüttlingen 27:26 (14:13)

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Ein spannendes Ostalbderby erlebten die rund 300 Zuschauer am Samstagabend in der Schnaitheimer Ballspielhalle, bei dem sich die gastgebende TSG für die Pleite in Bartenbach rehabilitierte und gegen die SG Hofen/Hüttlingen mit 27:26 gewinnen konnte.

Das Gästeteam erwischte den besseren Start und konnte mit 0:1 bzw. 1:3 in Führung gehen (5. Min.).  Schnaitheim kam aber zusehends besser in die Partie und schaffte es vor allem in der Abwehr eine gut arbeitende 6:0 Deckung zu stellen. Nach 7 Minuten konnte die TSG beim 3:3 ausgleichen und drei Zeigerumdrehungen drehten die Hausherren den Rückstand in eine eigene 6:4 Führung. Nun entwickelte sich eine ausgeglichene Bezirksligapartie bei der sich keine Mannschaft weiter absetzen konnte. Schnaitheim behielt die Führung inne (9:7 bzw. 11:9) und war auch nach 25 Minuten beim 12:10 noch mit zwei Treffern vorne. Die Schlussminuten des ersten Durchgangs wurden nun hektisch. Hofen/Hüttlingen verkürzte 50 Sekunden vor dem Pausenpfiff auf 13:12 und Axel Herdener gelang 7 Sekunden vor der Halbzeit der Treffer zum 14:12. Im Nachgang der Angriffsaktion sah das Schiedsrichtergespann dann eine fragwürdige Tätlichkeit von Herdener an einem Hofener Abwehrspieler und schickte diesen dann mit der roten Karte frühzeitig zum Duschen. Da sich im ersten Durchgang Fabian Kirschbaum am Oberschenkel verletzte und Patrick Chaudhari krankheitsbedingt erst gar nicht mit von der Partie sein konnte, gingen der TSG im Rückraum langsam aber sicher Alternativen aus. Doch noch war nicht Pause. Die Spielgemeinschaft aus den Aalener Vororten hatte noch 7 Sekunden auf der Uhr und schaffte es doch tatsächlich mit einem Distanzwurf den Anschluss zum 14:13 herzustellen.

In den Kabinen konnten sich dann alle Gemüter etwas beruhigen und die zweiten 30 Minuten konnten anstehen. Zunächst passierte zweieinhalb Minuten gar nichts ehe die TSG mit zwei Treffern auf 16:13 erhöhte (34. Min.). Nun folgte die stärkste Schnaitheimer Phase. Die Abwehr stand weiterhin sehr gut und im Angriff nutzten die Grün-Weißen druckvoll und energisch die sich bietenden Torchancen. So setzte sich Schnaitheim über 19:14 auf 24:17 und hatte nach einer Dreiviertelstunde alle Trümpfe in der Hand. Gästetrainer Pharion reagierte aber nun und ließ Schnaitheims Spielmacher Gruschka sowie die halblinke Angriffsposition der TSG in enge Manndeckung nehmen. Damit war von den restlichen Feldspielern mehr Bewegung gefordert und der dezimierte Kader der TSG musste nun den Ausfällen und der starken Viertelstunde im zweiten Durchgang Tribut zollen. Schnaitheim erlaubte sich nun einige technische Fehler und vergab zudem die ein oder andere Einwurfmöglichkeit. Hofen/Hüttlingen verkürzte in der 52. Minute auf 25:22 und war wieder in Schlagdistanz worauf TSG Trainer Mühlberger versuchte den Gästelauf mit einer Auszeit zu stoppen. Doch das Momentum war nun klar auf Seiten der „SG2H“ und in der  57. Minute erzielte der gefährlichste Gästespieler Haas den 26:26 Ausgleich. Die TSG musste nun noch einmal alle Kräfte mobilisieren und konnte einen Strafwurfabpraller zum 27:26 verwandeln (58. Min.). Hofen/Hüttlingen hatte erneut die Chance zum Ausgleich, konnte diese aber nicht Nutzen was rund 60 Sekunden vor Spielende noch einmal Ballbesitz für die TSG bedeutete. Schnaitheim versuchte möglichst viel Zeit von der Uhr zu nehmen, musste bei angezeigtem Zeitspiel aber 10 Sekunden vor Abpfiff den Abschluss suchen. Der Gästekeeper konnte diesen Wurf entschärfen und so blieb der SG noch ein letzter Angriff. In einer weiteren Auszeit legte sich Hofen/Hüttlingen den letzten Angriff zurecht, doch der angesetzte Kempaversuch war nicht erfolgreich und so konnte Schnaitheim über den 27:26 Heimsieg jubeln.

Dieser war auf Grund der Schlussminuten natürlich etwas glücklich, aber keinesfalls unverdient da die TSG über 60 Minuten eine beherzte und couragierte Leistung zeigte. Am kommenden Wochenende geht es für Schnaitheim nach zur Württembergligareserve der HSG Winzigen/Wißgoldingen/Donzdorf und mit einem weiteren Sieg könnten sich die Grün-Weißen im oberen Tabellendrittel festbeißen.

TSG Schnaitheim: Schürle, Kurz, Brandecker, Dandl (4), Kraft, McLaughlan (1), Gruschka (1), Braumann (2), Herdener (2), Sturm (11/3), Häring (1), Wagner (5)

Zeitstrafen: TSG 4 (Montag, Dandl, Sturm, Häring), SG2H 2

Rote Karte: TSG 1 (Herdener, 29. Min., Tätlichkeit)

Siebenmeter: TSG 6 / 3 verwandelt, SG2H 2 / beide verwandelt

Schiedsrichter: Beuthner & Deschner aus Blaustein bzw. Söflingen

Zuschauer: 300