SG Bettringen – Männer I 45:23 (24:12)

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Einen ganz bitteren Abend erlebten die Schnaitheimer Bezirksligahandballer am Samstag bei der SG Bettringen. Sicherlich gingen die TSGler als Außenseiter in die Partie, dennoch rechnete man sich im Lager der Grün-Weißen insgeheim ein wenig aus – schließlich holte man im Hinspiel beim 23:23 einen Punkt. Doch es kam knüppeldick für Schnaitheim: nach einem völlig gebrauchten Tag kassierte die TSG beim Tabellenführer eine deftige 45:23 Klatsche.

Der Beginn verlief zunächst recht torarm. Bettringen erzielte nach einer Minute das 1:0 und erst nach dreieinhalb Minuten das 2:0, das prompt mit dem Anschlusstreffer der TSG beantwortet wurde. Nach fast sechs Minuten setzten sich die Hausherren beim 4:1 ab und nach achteinhalb Minuten war Schnaitheim mit 6:2 im Hintertreffen. Doch in der Anfangsphase zeigte sich bereits wohin die Partie zu gehen drohte: Schnaitheim scheiterte in der Offensive am Keeper der SG, setzte die Bälle an die Latte, den Pfosten oder schlichtweg neben das Tor. Zudem wurden die ordentlich vorgetragenen Spielhandlungen nicht sauber zu Ende gebracht und durch schlechte Pässe oder Fangfehler zunichte gemacht. In der eigenen Defensive war die TSG bemüht, bekam aber zu Beginn die Kreisanspiele des Spitzenreiters nicht in den Griff. Zudem bekamen die Schnaitheimer Torhüter so gut wie keinen Ball zu fassen. Bei Bettringen hingegen gelang vieles – wenn nicht sogar alles. Jegliche Würfe aus dem Stand, von außen oder vom Kreis fanden den Weg ins Ziel. Zudem nutzten die Hausherren ihre ordentliche Defensivarbeit und die Schnaitheimer Abschlussschwäche konsequent zu Kontertoren aus. Über 8:3 (10. Min.) setzte sich die SG binnen fünf Minuten auf 13:3 ab und hatte sich somit schon früh einen komfortablen Vorsprung erspielt. Die fast bemitleidenswerten TSGler versuchten im Angriff viel, hatten aber mit ihren – teils unglücklichen, teils aber auch einfach schlecht vorgetragenen – Aktionen wenig Erfolg. Dazu gesellten sich Abspielfehler im Spielaufbau, womit die wenig erkämpften Bälle in der Abwehr postwendend wieder her geschenkt wurden. Bettringen traf in der Offensive weiterhin nach Belieben und setzte sich folgerichtig immer weiter ab. Nach 20 Minuten drohte der TSG beim Spielstand von 20:7 bereits ein Debakel. Bis zur Pause wurde es auf Schnaitheimer Seite auch nicht wirklich besser. Zwar gelangen im Angriff endlich mal wieder Erfolgserlebnisse, doch der Tabellenführer konnte weitestgehend nicht am Torwerfen gehindert werden. So ging es, mit einem für die Schnaitheimer völlig ernüchternden 24:12, in die Kabinen.

Nach dem Seitenwechsel wollten die Grün-Weißen dem zahlreich mitgereisten Anhang zumindest eine Leistungssteigerung zeigen  und den Rückstand auf ein erträgliches Maß verkürzen. Doch dieses Vorhaben blieb leider nur ein guter Vorsatz. Schnaitheim kassierte eine doppelte Unterzahl und war dann nach 42 Minuten mit 16 Treffern im Rückstand (32:16). Damit war die Partie natürlich längst entschieden, die letzten 20 Minuten plätscherten dann quasi vor sich hin und waren spiegelbildlich zum gesamten Spiel: Schnaitheim tat sich im Angriff weiterhin schwer, wobei einzig Patrick Chaudhari mit seinen feinen Einzelaktionen etwas erfolgreich war, und bekam im Gegenzug über die erste Welle oder das aufgebaute Offensivspiel Gegentreffer um Gegentreffer. Acht Minuten vor dem Ende kassierte die TSG das 40:20 und die amtliche Abfuhr war bereits in trockenen Tüchern. Beim 45:23 war Schnaitheim mit dem Schlusspfiff endlich erlöst und ein mehr als bitterer Auswärtsauftritt in Bettringen war beendet.

Nach der unnötigen Niederlage gegen Göppingen in der Vorwoche und der ganz heftigen Klatsche in Bettringen hat Schnaitheim jetzt vier Wochen spielfrei. Vielleicht kommt dieses Pause gerade recht um eine drohende Krise abzuwenden.

TSG: Mruk, Brandecker, Schmeißer R., Bayer (2), Dandl, Kraft, Kirschbaum (2), Sturm (2/1), Wagner (3), Chaudhari (11/4), Zeger, Schmeißer (3)

Zeitstrafen: TSG 4 (Wagner 2, Dandl, Chaudhari), SG Bettringen 3

Siebenmeter: TSG 5 / alle verwandelt, SG Bettringen 6 / alle verwandelt

Schiedsrichter: Feitz & Stäudle aus Altenstadt