TV Treffelhausen – Männer I 34:30

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Vier Wochen spielfrei hatten die Schnaitheimer Bezirksligahandballer nach der bösen Klatsche in Bettringen und gastierten am vergangenen Samstagabend beim TV Treffelhausen. Dort wollte die TSG eine passende Antwort auf die Leistung in Bettringen geben – was beim Tabellendritten in Teilen auch gelang: zwar konnten sich die Grün-Weißen spielerisch steigern, mussten sich aber letztlich doch mit 34:30 geschlagen geben und befinden sich nach nun drei Niederlagen in Folge in einer Ergebniskrise.

Zu Beginn merkte man Schnaitheim die einmonatige Pause aber gar nicht an. Munter legte das Team vom Trainergespann Köpf/Ruoff los und ging nach fünf Minuten über 0:2 mit 2:4 in Führung. Die Gastgeber konnten nach rund sieben Minuten zum 5:5 ausgleichen und fortan verlief die Begegnung völlig ausgeglichen. Schnaitheim legte immer wieder ein oder zwei Treffer vor, doch Treffelhausen ließ sich nicht abschütteln und konnte den Ausgleich herstellen – wie zum Beispiel beim 10:10 nach 13 Minuten. Im Angriff war die Schnaitheimer Leistung durchaus ansprechend, schließlich kam die TSG gegen die als defensivstark bekannten Treffelhausener immer wieder zum Torerfolg. Doch in der eigenen Abwehr hatten die Grün-Weißen deutlich Luft nach oben und auch die Schnaitheimer Torhüter bekamen wenig Bälle zu fassen. So kam auch der TV relativ einfach und, vor allem über die linke Angriffsseite mit den Gebrüdern Brien, erfolgreich zum Abschluss. Nachdem sich die TSG ein paar technische Fehler erlaubte gelang es nun dem Team von der Alb sich eine knappe Führung zu erspielen (15:13, 22. Min.). Doch auch Schnaitheim ließ sich nicht weiter abschütteln und nach torreichen 30 Minuten ging es mit 20:18 in die Pause.

Auch im zweiten Durchgang blieb die Partie umkämpft und ausgeglichen, wenn auch beide Offensivreihen nun etwas nachließen. Schnaitheim gelang nach 37 Minuten der erneute Ausgleich zum 22:22 durch den überragenden Patrick Chaudhari, der sich nicht nur vom Siebenmeterstrich als treffsicher zeigte. Auch nach einer guten Dreiviertelstunde stand es Remis (27:27) und vieles deutete auf eine spannende Schlussphase hin. Doch die TSG tat sich im Angriff zusehends schwerer und kam zudem in eine zweiminütige Unterzahl. Treffelhausen nutzte diese, sowie zwei technische Fehler der Grün-Weißen, zu Gegenstößen und setzte sich auf drei Treffer zum 30:27 ab (51. Min.). Zwar konnte Schnaitheim zum 30:28 verkürzen, doch nach einer Auszeit der Gastgeber legten diese zwei weitere Tore nach und lagen beim 32:28 erstmals mit vier Toren in Führung (55. Min.). Es folgte gar der Treffer zum 33:28 und ein Punktgewinn schien für die TSG nun immer weiter in Ferne zu rücken. Dreieinhalb Minuten vor dem Ende erzielte Schnaitheim das 33:29, doch eine weitere Zeitstrafe erstickte jegliche weitere Hoffnung im Keim. Zwar gelang den Grün-Weißen in Unterzahl das 33:30, doch Treffelhausen ließ in den letzten Minuten nichts mehr anbrennen und erzielte kurz vor dem Schlusspfiff das letzte Tor des Tages zum 34:30.

Letztlich ging die Niederlage für die TSG in Ordnung, denn Schnaitheim erlaubte sich in den entscheidenden Situationen mehr Fehler als die Gastgeber – die spielerisch keineswegs übermächtig agierten und an diesem Abend sicherlich schlagbar gewesen wären – und hatte in der wichtigen Schlussphase auch nicht mehr die nötige Durchschlagskraft um etwas Zählbares aus Böhmenkirch mitzunehmen. Mit dieser Niederlage rutscht die TSG endgültig in das Tabellenmittelfeld ab, kann auf die gezeigte Leistung aber teilweise aufbauen. Gelingt es die Fehler und Schwächen zu minimieren, dann könnte am kommenden Samstag im Heimspiel gegen die HSG Wangen/Börtlingen endlich mal wieder ein Erfolgserlebnis gefeiert werden.

TSG: Mruk, Brandecker, Schmeißer, Bayer (4), Dandl (4), Zimmer, Gruschka (2), Kirschbaum (5), Sturm, Wagner (2), Zeger, Chaudhari (12/6), Kraft (1)

Zeitstrafen: TSG 6 (Dandl 2, Gruschka, Wagner, Zeger, Chauhdari), TV Treffelhausen 6

Siebenmeter: TSG 6 / alle verwandelt, TV Treffelhausen 6 / alle verwandelt

Schiedsrichter: Richardon & Eckardt aus Oberkochen/Königsbronn