HSG Winzingen / Wißgoldingen / Donzdorf II – Männer I 24:26

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Die Fußballer reden nach so einer Partie gerne von einem „dreckigen Sieg“ – und dies trifft für den Erfolg der Schnaitheimer Bezirksligahandballer bei der Württembergligareserve der HSG Winzingen/Wißgoldingen/Donzdorf durchaus auch zu. Nach 60 umkämpften Minuten behielt die TSG beim 24:26 die Oberhand, machte sich aber über weite Strecken das Leben selbst schwer.

Eigentlich hätte die TSG nach dem Erfolg gegen Hofen/Hüttlingen selbstbewusst in der Donzdorfer Lautertalhalle auftreten können, doch davon war in den Anfangsminuten nichts zu sehen. In der Abwehr fehlte die letzte Konsequenz und im Angriff agierten die Grün-Weißen viel zu statisch. So konnten die Gastgeber über 2:1 mit 5:2 in Führung gehen (9. Min.). In Überzahl konnte Schnaitheim dann zwar auf 5:4 verkürzen, doch nach einer Viertelstunde war beim 7:4 für Winzingen/Wißgoldingen/Donzdorf der alte Abstand wieder hergestellt. Trainer Mühlberger nahm eine Auszeit und versuchte seine Mannschaft wachzurütteln. Diese Maßnahme schien auch zu fruchten: in der 19. Minute erzielte die TSG den 8:8 Ausgleich und vier Minuten später konnte Schnaitheim beim 9:10 erstmals in Führung gehen. Die Defensive der TSG stand nun gut und die Gastgeber hatte ihre Mühe zu Torerfolgen zu kommen. Im Angriff war bei den Grün-Weißen aber weiterhin etwas Sand im Getriebe. Beste Einwurfmöglichkeiten, darunter über die gesamte Spielzeit drei Strafwürfe, wurden nicht genutzt und somit konnten sich die Gäste auch nicht weiter absetzen. Sinnbildlich dafür waren die letzten Sekunden des ersten Durchgangs: beim Stand von 11:13 verbuchte die TSG gut 10 Sekunden vor dem Ende noch einen Ballgewinn und schickte Niklas Dandl zum Tempogegenstoß. Dieser wurde dabei gefoult, der Winzinger Spieler musste mit zwei Minuten vom Feld und Schnaitheim hatte drei Sekunden vor dem Pausenpfiff die Chance auf 11:14 zu erhöhen und nach dem Seitenwechsel den Vorsprung bei eigenem Anwurf sogar noch weiter auszubauen. Doch der Strafwurf wurde vergeben und so blieb es zur Pause beim 11:13.

In der Überzahl zu Beginn der zweiten Hälfte gelang der TSG auch kein Erfolgserlebnis, erst in der 33. Minute erhöhte Patrick Chaudhari dann auf 11:14. Doch anstatt die Führung weiter auszubauen erlaubte sich Schnaitheim nun technische Fehler und weitere Fehlwürfe in der Offensive. Zudem ließ auch die gute 6:0 Deckung etwas nach und so konnte die HSG „Wi/Wi/Do“ zum 15:15 ausgleichen und beim 16:15 sogar wieder in Führung gehen (39. Min.). Die TSG fing sich aber wieder ein. Die Abwehr stand wieder besser und im Angriff wurde auch wieder konsequenter abgeschlossen. So gelangen Schnaitheim fünf Treffer in Folge und nach 47 Minuten schien die TSG beim 16:20 die Begegnung endlich im Griff zu haben. Doch durch unnötige Zeitstrafen nahm sich Schnaitheim die Möglichkeit die endgültige Entscheidung herbei zu führen. Zwischenzeitlich verkürzten die Hausherren auf 18:20, was die TSG zum 19:23 in der 53. Minute beantworten konnte. Erneut konnte sich Schnaitheim seiner Sache nicht sicher sein, denn beim 22:24 dreieinhalb Minuten vor dem Ende war die Partie immer noch nicht endgültig entschieden. Erst eine Zeigerumdrehung und zwei weitere Schnaitheimer Treffer später (22:26) war der Ausgang der Begegnung klar. Der Spielgemeinschaft aus dem Lautertal gelangen noch zwei Tore in den letzten beiden Minuten, doch am 24:26 Sieg der TSG änderte dies nichts mehr.

Mit diesem „Arbeitssieg“ hat die TSG nun Platz 3 inne und kann sich auf das erste Kreisderby der Saison freuen: am Samstag gastiert die HSG Oberkochen/Königsbronn in der Ballspielhalle.

TSG Schnaitheim: Schürle, Brandecker, Dandl (4), Kraft, McLaughlan (3), Braumann, Herdener (2), Sturm (3), Häring (3), Wagner (2), Chaudhari (8), Racs (1/1)

Siebenmeter: TSG 4 / 1 verwandelt, HSG WiWiDo II 9 / 9 verwandelt

Zeitstrafen: TSG 4 (Dandl, Herdener, Racs, Häring), HSG WiWiDo II 5

Schiedsrichter: Bullinger & Narciß aus Hofen/Hüttlingen