Männer I – HSG Oberkochen/ Königsbronn 26:26 (14:11)

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Zum letzten Heimspiel des Jahres begrüßte die TSG Schnaitheim im Derby die Spielgemeinschaft Oberkochen/ Königsbronn. Für beide Mannschaften bot sich die Möglichkeit, sich durch einen Sieg etwas Luft nach unten zu verschaffen. Auch wollte man sich für die schwachen Spiele in der Vorwoche rehabilitieren. Am Ende stand nach spannenden und umkämpften Minuten ein Unentschieden und die offene Frage, welche der beiden Mannschaften mehr von dem gewonnenen Punkt profitierte.
Aufgrund der bisherigen Spiele der HSG war man sich im Schnaitheimer Lager bewusst, dass das Spiel vor allem durch die Abwehrreihen entschieden würde und im Angriff ein langer Atem gefragt war.
Genau diese Gesichtspunkte beherrschten auch die ersten Spielminuten der Partie. Jedoch war es zu Beginn der Partie die TSG, welche sich im Angriff zunächst zielstrebiger zeigte und so nach 6 Minuten mit 3:0 in Führung ging. Auf Seiten der HSG dauerte es geschlagene 6 1/2 Minuten, bis der erste Treffer durch den stets gefährlichen Grohsler erzielt wurde. Dieser war es auch, welcher eine Minute später den Anschlusstreffer zum 3:2 erzielte. Bei den Schnaitheimern war es zunächst Marc Zeger, welcher mit präzisen Abschlüssen das Angriffspiel der Schnaitheimer belebte. Bis zur 15. Minute hatte sich die TSG beim 7:4 erstmals etwa absetzen können, dass die Führung nicht noch deutlicher ausfiel, war dem an diesem Tag glänzend aufgelegten Stanke im Tor der HSG zu verdanken. Dass ein guter Torwart nicht immer die Leistung der gesamten Mannschaft kompensieren kann, zeigte sich spätestens in der 22. Minute, als die TSG ihre Führung erstmals auf fünf Tore durch einen gekonnten Dreher des reaktivierten Jeremias Rose ausbauen konnte. Die HSG versuchte nun mit dem erfahrenen Trittler mehr Durchschlagskraft in den Angriff zu bekommen, jedoch konnte die stabile Abwehr der TSG seine Kreise einschränken. Gegen Ende der ersten Halbzeit gelang es der HSG noch einmal auf drei Tore zu verkürzen, sogar die Chance auf ein zwei Tore Rückstand war gegeben, doch wurde diese durch eine Doppelparade von Mruk zunichte gemacht. So ging es mit einem 14:11 für die TSG in die Halbzeitpause.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit trat das ein, was sich vor der Pause schon angedeutet hatte: Die HSG kam über Ihren Rückraum zu einfachen Toren, während die TSG sich für den Torerfolg aufreiben musste. So war es die Rückraum-Achse Grohsler/ Huep, welche dafür sorgten, dass die HSG innerhalb von 8 Minuten die Führung der TSG zunichtemachte und somit die HSG erstmals mit 16:15 in Führung lag. Durch die Einwechslung von Früholz kam bei der TSG mehr Schwung in den Angriff, dieser nutzte seine Durchsetzungsstärke und riss so wichtige Lücken in die Abwehrreihen der HSG. Da nun beide Abwehrreihen in der zweiten Halbzeit nicht mehr sattelfest standen, pendelte sich der Vorsprung meist bei einem Tor ein und so konnte sich keine Mannschaft wirklich absetzen, sodass knapp 9 Minuten vor Ende ein 21:21 auf der Anzeigetafel stand. Auf Seiten der TSG waren es nun Jeremias Rose, welcher trotz seines Alters keine Schwierigkeiten hatte, den Innenblock der HSG auszutanzen. Auf Seiten der HSG wurde nun öfters das Anspiel auf den Kreisläufer Schmied gesucht, welcher die Anspiele selbst erfolgreich vollenden konnte oder eben einen 7-Meter zog, welche souverän von Trittler verwandelt wurden. So kam es 1 1/2 Minuten vor Ende zum Showdown: Braumann erzielte den Ausgleich zum 25:25 für die TSG, im darauffolgenden Angriff fand die HSG erneut Schmied am Kreis, welcher die HSG mit 26:25 in Führung brachte. So war für die TSG maximal nur noch ein Punkt im Derby möglich. Im letzten Angriff fanden die Schnaitheimer noch einmal die Lücke in der gegnerischen Abwehr und erhielten so einen immens wichtigen 7-Meter, welcher von Paul erfolgreich abgeschlossen wurde. Im letzten Angriff hatte die HSG die Möglichkeit zwei Punkte aus der Ballspielhalle zu entführen. Kurz vor Ende kam tatsächlich noch einmal Huep zum Abschluss, doch der Schnaitheimer Keeper Mruk konnte den Ball erfolgreich abwehren und so stand nach 60 Minuten ein 26:26 Unentschieden.

Vergleicht man am Ende beide Halbzeiten, so teilten sich beide Mannschaften gerechterweise die Punkte in der Ballspielhalle, da sich keine Mannschaft wirklich absetzen konnte und sich so beide Mannschaften für ihren Einsatz belohnten. Kommende Woche reist die TSG nach Göppingen zum ungeschlagenen Tabellenführer TV Jahn Göppingen, während sich die HSG nun in die Winterpause verabschiedet.

TSG: Schmeißer R., Mruk, Kraft (5), Früholz (3), Gruschka (1), Braumann (4), Paul (5/4), Wagner F. (1), Wagner J., Zeger (4), Rose (3), Simon, Mühlberger, Kohler
HSG: Ehresmann, Stanke, Richardon (2), Eckardt, Rube, Hug, Balle, Huep (4), Beimert (1), Engel (2), Schoen, Trittler (7/5), Schmied (4), Grohsler (6)
Zeitstrafen: TSG 2 (Braumann, Rose), HSG 5 (2x Hug, 2x Schmied, Grohsler)
Siebenmeter: TSG 5/4, HSG 5/5
Zuschauer: 250
Schiedsrichter: Florian und Kevin Kraft von der Aalener Sportallianz